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schlecht und teuer (1998)

Pressemeinungen


Südwest-Presse, 12. Oktober 1998

Auf Hochdruck laufen die Vorbereitungen für das neue Musical, das der Neu-Ulmer DekanatsJugendChor demnächst aufführt.

Der DekanatsJugendChor steht vor seiner nächsten Tournee

"Gute Musik und manchmal richtig Krach"

60 Leute von 14 bis 30 bereiten sich auf die Aufführungen vor - Katholische Sänger, evangelische Technik

Popmusik und Christentum, Glauben und Spaß, Jugend und Kirche? Für die rund 60 Mitglieder des DekanatsJugendChor Neu-Ulm gehört das alles zusammen. Mit viel Schwung bereiten die jungen Musiker derzeit die Tournee 1998 vor. (Claudia Schäfer)

Senden: Zum Spaghetti-Essen bleibt gerade noch Zeit in der kurzen Mittagspause, dann legt sich der Chor im Sendener Haus der Begegnung wieder mächtig ins Zeug und übt mit Feuereifer das Tournee-Programm "Schlecht und teuer". Gerade mal eine Woche ist es noch bis zur Premiere im Weißenhorner Claretiner-Kolleg. Und gerade mal zwei Wochen ist es her, daß sich die Nachwuchsmusiker zur ersten Probe von "Schlecht und teuer" getroffen hatten.

An zwei Wochenenden schafft es ein zusammengewürfelter Haufen aus 14- bis 30jährigen "alten Hasen" im DJC und blutigen Anfängern schon seit einigen Jahren, ein komplettes Musical einzustudieren. Ein "wahnsinniges Motivationspotential" stecke in den jungen Leuten, lobt ihr Dirigent und DJC-"Chef" Roland Eppelt die Truppe.

Von 8 bis 22 Uhr proben

Morgens um 8 Uhr sitzen schon die ersten am gemeinsamen Frühstückstisch, die harte Probenarbeit endet erst gegen 22 Uhr abends. Bis aus Blaubeuren kommen die jungen Leute nach Senden um bei "schlecht und teuer" mitsingen zu können.

Einige sind schon seit Jahren dabei - wie Roland Eppelt, der im DJC "endlich mal gute Musik machen" will und dafür viel Freizeit opfert. Oder wie Jutta Pelz, die vom "Singen in der Gemeinschaft" schwärmt. Andere sind Chorneulinge, finden aber schnell ihren Platz in der Gruppe und werden mit wichtigen Aufgaben betraut: "Ausputzer" gibt es keine im DJC, das Dabeisein soll schließlich Spaß machen.

Manchmal ist auch schon mehr geworden aus dem gemeinsamen Gesang mit netten Leuten: Kerstin Walther und Günter Hiller, beide 24 haben sich 1994 im DJC kennengelernt und wollen im Mai heiraten.

Mit feierlicher Kirchenmusik hat das, was die 60köpfige Truppe ab Samstag vorführen wird, wenig zu tun. "Wir machen auch mal richtig Krach" gibt Jutta Pelz zu. Die Popstücke, Gospels und Spirituals werden von Spielszenen umrahmt; in Szene gesetzt wird das Ganze mit großem technischen Aufwand. "Manchem Pfarrer wird schlecht, wenn er sieht, was wir in seiner Kirche aufbauen", grinst Wolfgang Griebel, Techniker des DJC.

Das Publikum ist bunt gemischt, überwiegend junge Leute, aber auch Zuhörer im Rentenalter und "Leute die noch nie zuvor in einer Kirche gewesen sind". Gerade diesen Zweiflern wollen die jungen Leute zeigen, daß "Kirche auch anders sein kann als man es aus der Tradition heraus kennt".

So ist für die Chormitglieder Ökumene kein Thema mehr, sie leben sie bereits. Griebel: "Der Chor ist hauptsächlich katholisch, die Technik überwiegend evangelisch." Auch einen geistlichen haben sie in ihren Reihen: Pater Armin Sixt vom Weißenhorner Claretiner.Kolleg, der als Tenor dabei ist und im zwölfköpfigen Organisationsteam sitzt.


Neu-Ulmer Zeitung, 20. Oktober 1998

Jedes Jahr im Herbst

DekanatsJugendChor startet in Weißenhorn Tournee (Alexandra Sauter)

"Schlecht und teurer", so lautet das Motto der diesjährigen Tournee des DekanatsJugendChor Neu-Ulm. Auf die Darbietung kann dieser Titel jedenfalls nicht bezogen sein. Denn die war keineswegs schlecht und teuer, zumindest nicht in den Augen des Publikums. Dieses war im Claretinerkolleg Weißenhorn erschienen, um die Premiere von sieben Konzerten mitzufeiern. Ein "unvergesslicher Abend" sollte es werden, wie Pater Armin Sixt zu Beginn versprach, mit dessen "Gedanken und Ecken und Kanten" die Gruppe zum Nachdenken anregen wollte. Das dürfte ihr gelungen sein.

Jedes Jahr im Herbst

Jedes Jahr im Herbst treffen sich die Mitglieder des DekanatsJugendChor - stets in leicht veränderter Formation, denn neue Gesichter kommen hinzu, während sich einige alte verabschieden - zu zwei intensiven Probenwochenenden. In dieser kurzen Zeit wird das komplette Programm für die folgenden Vorstellungen zusammengestellt. Songs werden einstudiert und kleine szenische Darbietungen, allesamt mit Bezug auf ein gemeinsames Thema, werden selbständig entwickelt. So war diese Mal die Aufgabe der Jugendlichen (und Junggebliebenen) eine Kulisse zu finden, vor der menschliche und soziale Probleme zu Tage treten und sich unaufhörlich wiederholen. Und was scheint da wohl geeigneter als ein Einkaufszentrum mit dem vielsagenden Namen "Kauf dich arm" ?

Heiter und Ernst

Sucht, Arbeitslosigkeit und Gruppenzwang sind nur einige der Themen, die dort aufgerollt und verarbeitet wurden. Witzig, oft mit ironischen Seitenhieben auf Politik und Prominente gespickt, aber auch ernst und besinnlich stellten die SängerInnen die Alltagssorgen dar und durften dabei gleichzeitig ihre schauspielerischen Talente demonstrieren.

Bunt und abwechslungsreich

Doch natürlich standen wie gewohnt . denn schließlich handelt es sich ja um einen Chor - Musik und Gesang im Vordergrund. Mit einer bunten und abwechslungsreichen Mischung aus modernen Gospels, Spirituals und christlicher Popmusik wollte der Chor unter Leitung von Roland M. Eppelt die zahlreichen Zuhörer begeistern. Und da man Freude und Begeisterung eben nur richtig vermitteln kann, wenn man selbst Spaß an dem hat, was man tut, zeigten die SängerInnen ganz offen ihre gute Laune. Einige der Lieder hatten sie choreographisch untermalt, bei anderen tanzten sie ausgelassen mit. Stimmgewaltig gaben sie fetzige Gospels zum Besten, wobei einige der Mitglieder bei ihren Solostücken besonders auffielen. Daneben wurden aber mit Songs wie "You are the light" immer wieder ruhige Töne angeschlagen. Auf diese Weise hat der DekanatsJugendChor sicherlich erreicht, was er wollte: unaufdringlich und ungezwungen Menschen die Lust am Leben zu zeigen.


Neu-Ulmer Zeitung - Extra, 22. Oktober 1998

Jugendchor auf Tour

Landkreis Neu-Ulm (hb). Rund 50 Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen Chören des gesamten Landkreises Neu-Ulm bilden den DekanatsJugendChor (DJC) und sind in diesem Herbst wieder mit ihrem Konzertprogramm unterwegs.

Seit Anfang der 90er Jahre präsentieren die Mitglieder unter Chorleiter Roland Eppelt christliche Popmusik, Gospels und Spirituals. Lieder über Gott und die Welt sind auch in diesem Jahr Schwerpunkt des Konzertprogramms.

Seit Mitte September bereiten sich die überwiegend jugendlichen Chormitglieder mit viel persönlichem Engagement auf die Konzerte vor, die vor allem in Kirchen stattfinden. Das endgültige Programm legt das Team gemeinsam fest. Unterstützt wird der Chor dabei durch eine sechsköpfige Band. Eine festgelegte Rahmenhandlung mit einzelnen Spielszenen und Liedern vom Alltag der Menschen sollen auch heuer die Zuhörer begeistern. Der bewußt provokant gewählte Tourneetitel "schlecht und teuer" steht für eine witzige und nachdenkliche Mischung aus Gesellschaftskritik und Glaubensfreude, so die Veranstalter. Nicht zuletzt deswegen, weil der Eintritt zu sämtlichen Konzerten des DJC frei ist.


Blaubeurer Zeitung

Jugendchor gastiert mit Programm "schlecht und teuer"

Gar nicht schlecht

Schwungvolle Spirituals und Texte zum Nachdenken

Mit seiner neuesten Produktion "schlecht und teuer" gastiert der DekanatsJugendChor Neu-Ulm in der katholischen Kirche in Blaubeuren. (Dieter Kühn)

Blaubeuren: Das Konzert war absolut profihaft vorbereitet. Hervorragende Lichteffekte, eine perfekte Tonsteuerung und ein schnell auf- und abbaubares Bühnenbild bildeten den Rahmen zu einer Aufführung, die wegen ihrer Perfektion überraschte.

Der Chor zählt 47 Jugendliche. Etwa 40 waren am Sonntag mit von der Partie. Sie wurden von einer sechsköpfigen Band begleitet, deren musikalischer Auftritt allein schon ein Genuß war. Der Chor gefiel besonders durch die rhythmische Harmonie der Stimmen, wobei - wie fast überall - die Bässe und Tenöre aufgrund der geringeren Anzahl stimmlich etwas ins Hintertreffen gerieten.

Chorleiter Roland Eppelt hatte seine Jugendlichen voll im Griff. Mit sparsamen Bewegungen führte er die Jungen und Mädchen zu einer chorischen Leistung, die volle Anerkennung verdiente.

Auf dem Programm des Konzertes standen so bekannte Gospels und Spirituals wie "Glorify the Lord", "I wanna be ready", "Elija Rock", "You are the light", "His name will shine" und "Open up my heart". Daneben waren aber auch einige deutsche Produktionen zu hören.

Eine außerordentlich interessante Interpretation von "Sometimes I feel like a motherless child" erinnerte an Esther Ofarim und an Mahalia Jackson. Das besondere Merkmal dieses Konzerts war, daß Chorleiter Roland Eppelt seinen Solistinnen Gelegenheit bot, ihre musikalische und rhythmische Begabung unter Beweis zu stellen. Kerstin Geschwendtner soll hier besonders herausgehoben werden. In jeder Rock- und Soul-Band könnte sie stimmlich als Lead-Sängerin mithalten.

Zwischen den Liedern brachten die Jugendlichen Themen zur Sprache mit denen sie sich selbst beschäftigen. Das waren beispielsweise grundsätzliche Fragen wie "Was ist für mich erstrebenswert?", "Was ist echte Schönheit?", "Wie stehe ich zu Drogen?", "Was ist wenn ich arbeitslos werde?"

Unter der Überschrift "Kauf dich arm" wurde das Verhalten der Verbraucher und der damit mögliche Konsumterror aufgezeigt. Szenen, die mit großen Engagement der Jugendlichen gespielt wurden und die zum Nachdenken veranlaßten!

Der DekanatsJugendChor Neu-Ulm gastiert mit seinen Gospels, Spirituals und der christlichen Popmusik in sechs Orten und Städten des Landkreises Neu-Ulm. Blaubeuren war die einzige Station außerhalb des Heimatkreises. Hier würde man den Chor gerne ein zweites Mal hören.


Leserbrief in der Neu-Ulmer Zeitung, 5. November 1998

Gratulation

Ich möchte den Jugendlichen und ihrem Chorleiter zu dieser gelungenen Aufführung gratulieren. Ein gut gewähltes Thema, mit Pep dargestellt, greift in die Tiefe und regt zum Nachdenken und Handeln an. Großartig die Gospels: spürbar die Begeisterung der Mitwirkenden. Sie versprühen die Funken unters Publikum. Wer da sagt, in der Kirche sei keine Bewegung, hat diese Veranstaltung versäumt. Weiter so! Ich möchte nächstes Jahr wieder dabei sein.


Mindelheimer Zeitung, 10.November 1998

Neu-Ulmer Jugendchor begeistert Zuhörer

In die Welt der Gospels, Spirituals und der christlichen Popmusik entführte der DekanatsJugendChor aus Neu-Ulm die Zuhörer in der Mindelheimer Stadtpfarrkirche. Der Inhalt des Programms "schlecht und teuer" erzählte von einem "Kauf Dich arm - Einkaufszentrum". Mit einer bunten Mischung aus Liedern und Theaterszenen, die das alltägliche Leben betreffen, unterhielten die Jugendlichen die rund 200 Besucher.


Sonntagszeitung / Kirchenzeitung, Woche 48/1998

Singen mit Lust und Spaß

DekanatsJugendChor Neu-Ulm feiert Triumphe

Neu-Ulm - "Schlecht und teuer", so lautete das Motto der diesjährigen Tournee, die der DekanatsJugendChor Neu-Ulm veranstaltete. Sechs Jahre gibt es ihn nun schon, einen Chor aus Jugendlichen, die Lust und Spaß am Singen haben. Doch es werden keineswegs gewöhnliche Kirchenlieder gesungen. An erster Stelle geben Gospels, Spirituals und christliche Popmusik den Ton in der Gruppe an. Sicherlich ein Grund dafür, warum sich über 40 Jugendliche jedes Jahr wieder bereit erklären, einen anstrengenden Herbsts miteinander zu verbringen. An drei Wochenenden studieren sie ihr Programm ein. An einem probt der Chor, dann ist die Band an der Reihe, zu üben, und schließlich singen und spielen Band und Chor gemeinsam.

In diesen drei Wochenenden haben sie zweieinhalb Stunden Konzertprogramm einstudiert, das sie an drei Wochenenden aufführen, "An einem Konzerttag stehen wir zirka elf Stunden auf den Beinen", so Leiter Roland Eppelt, der die Gesamtleitung innehat.

Einen abwechslungsreichen Abend versprach das Programm den Zuhörern, und den bekamen sie auch. Im Wechsel wurden dem Zuhörer musikalischer Ohrenschmaus und gesellschaftskritischer Denkanstoß präsentiert. Ob nun Arbeitslosigkeit, Gruppenzwang oder Rassenunterschiede, es wurde kein Thema ausgelassen, das dem Besucher zu denken gibt. Schließlich war das Publikum begeistert. Am Ende belohnte es die Sänger mit einem langen Applaus. Und den hatten sie auch verdient.

(Stefan Mittermeier)


Illertissener Zeitung

Begeistert mitgeklatscht

DekanatsJugendChor überzeugt Jedesheimer Publikum

Illertissen - Jedesheim (sas). "Schlecht und teuer", so lautete das Motto des Neu-Ulmer DekanatsJugendChor beim Auftritt in der Jedesheimer St.-Meinrad Kirche, mit dem er sein Publikum aber sichtlich begeisterte. Zahlreiche Besucher ließen es sich nicht entgehen, die zirka 47 Sänger und Sängerinnen mit ihren sechs Bandmitgliedern singen und spielen zu hören.

Rund drei Stunden unterhielt der Neu-Ulmer Chor, begleitet mit Gitarren, Saxophon, Schlagzeug, Baß, Klarinette und Keyboard, die Kirchengänger mit Gospels, Spirituals und christlicher Popmusik. Mit ihren bekannten, aber auch neuen Liedern, die hauptsächlich von Gott, Jesus und der Liebe handelt; wie unter anderem "You are the light", "D-Mark", und "Halleluja" heizten sie den Besuchern gehörig ein.

Zwischen den Liedern brachte der Chor im erfundenen und selbst aufgebauten Supermarkt "Kauf dich arm" verschiedene Szenen über alltägliche Lebenssituationen zur Geltung. Die "Schauspieler" machten sich über Alkohol, Zigaretten und Drogen Gedanken, aber auch die Arbeitslosigkeit, die Sexualität und der Diebstahl kamen zur Sprache.

Ihr Ziel war es dem Publikum klarzumachen, wie rücksichtslos man zum Beispiel beim Einkauf über den Tisch gezogen werden kann, oder wie man sich den Mitmenschen, speziell den Arbeitslosen, negativ gegenüberstellt, obwohl man heutzutage selbst nicht mehr von einem "sicheren" Arbeitsplatz reden kann. Das Publikum war von der Show begeistert; am Anfang zwar etwas zögernd, aber mit der Zeit sangen und klatschten die Besucher in der Jedesheimer Kirche zu den Takten der Lieder.

Man konnte wirklich nicht behaupten, daß der Chor von seinen sechs vorherigen Tourauftritten in der Neu-Ulmer Gegend "ausgelaugt" war; nach fast sogar drei Stunden Singen, Tanzen und Spielen ließ es sich der DekanatsJugendChor nicht nehmen, seinen Zuhörern die gewünschten Zugaben vorzutragen.

"Nur mit den vielen verschiedenen Mitarbeitern des Chores im Backstage-Bereich, dem Bühnenbild, dem Licht und dem Ton war es möglich, eine solche Vorstellung zu veranstalten", so der Leiter und Dirigent des DekanatsJugendChor, Roland M. Eppelt. Er wünsche sich auch für das nächste Jahr eine solche Tour und hoffe auf einen weiteren Auftritt mit seinem Chor und der dazugehörigen Band..

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